Das Inkmail Tagebuch fängt noch mal von vorne an. Aber nur metaphorisch. Und in hörbarer Form: Ab jetzt gibt es die alten Inkmails wieder, die damals nur als E-Mail verschickt wurden. Listen to this: Tagebuch vom 11.06.2005.
050611 Inkmail Tagebuch Archiv by inkmail
Montag, 23. November 2009
Freitag, 6. März 2009
Was lange ruht wird endlich gut

Von den großen gelernt: Nach Tall, Grande und Venti gibt’s die Einträge jetzt auch Short. Die Amis kennen das, muss man aber extra sagen, da small sagen tall bedeutet. Wegen kleinster Größe auf dem Menü bei Starbucks. Weniger Koffein, weniger Cholesterin, weniger Hysterien.
Ich komm zum Punkt: Das letzte Cosmopolitan Cover gibt mir ein wohliges Gefühl an diesem sonst so tristen Tag. Neben den üblichen Hilfestellungen (so geht dieser Sex, mehr Erfolg mit sexy Mode, Intelligenz – jetzt selber machen und dabei sexy sein) ein Themenbereich an dem ich hängen bleibe: Headline „Busenfreunde.“ Na ja. Aber darunter „Wie unsere Brüste lange schön bleiben.“
Es regnet draußen. Aber ich muss lächeln. Ich werde zwar nie erfahren wie unsere Brüste lange schön bleiben, da es nur eine Anzeige mit dem Cosmo-Cover ist, jedoch werde ich alles, was in meiner Macht steht dafür tun, damit es unseren Brüsten gut geht. Denn dieses Thema liegt mir wirklich sehr am Herzen. Ich hoffe nur unsere Brüste sind beim nächsten Mal nicht an einer nervigen Labertante dran.
Montag, 1. September 2008
Life stinks (Mel Brooks was right)
Das Sperma-Muschisekret-Paket landet immer im Müll. Ist ja auch klar. Wo soll es sonst landen? Im Klo runterspülen soll man es ja nicht, Taschentücher bestehen aus anderem Zellstoff als Klopapier. Löst sich nicht so gut auf. Und dann: Klo verstopft! Deshalb landet der Sex-Sondermüll im Papierkorb. Bei mir zumindest. Jedes Pärchen hat ja für direkt nach dem Sex sowieso seine Eigenheiten. Bei manchen Mädels läuft das Zeug nach einer erfolgreichen inneren Ejakulation sofort wieder raus. Andere können das irgendwie besser kontrollieren (Muschimuskeltraining?) oder haben einen besonders verwinkelten Mösenkanal mit mehr Auffangmöglichkeiten… (Memo an mich: Anatomie des weiblichen Geschlechtsorgans nachschlagen).
Überhaupt ist in die Mumu spritzen auch eher so ein Liebesding. Wer geil auf einander ist, macht sich richtig schmutzig. Was soll denn das Sperma in der Pussy? Außer zum Babys machen? Wenn schon Öffnung, dann doch eher in den Mund oder in den Popo, wenn’s machbar ist. Ich saue meine Partnerin gerne ein. Und wenn’s in die Haare geht ist das ein bisschen unangenehm, aber beim aufwischen helfe ich richtig mit. Ich sehe schließlich auch besser dran, so von oben.
Aber selbstverständlich bin ich auch mal verliebt, wenn ich mit jemandem schlafe. Ne, eigentlich bin ich immer verliebt, wenn ich mit jemandem schlafe. Manchmal ein bisschen mehr, manchmal ein bisschen weniger und manchmal danach ein bisschen gar nicht mehr. Aber so kann ich meiner Mama getrost auf die leicht besorgte Frage zunicken „Du schläfst doch nur mit Frauen, in die du auch verliebt bist, oder?“ Und wenn ich richtig verliebt bin, mit Beziehung und Kopf in den Schoß legen und Anti-Baby-Pille, dann spritze ich gerne meine Ladung in ihr allerheiligstes Heiligtum und fühle mich ihr wahnsinnig nah. Als würden unsere Seelen verschmelzen und unser ganzes irdisches Sein wäre auf diesen Moment ausgerichtet. So toll ist das. Und danach läuft die ganze Soße heraus. Und dieses Liebes-Gemisch aus unseren Lenden, das in der Lage ist das größte Wunder auf Erden – das Leben – zu schaffen, dieses Gemisch stinkt zum Himmel. Wäre ich Charlotte Roche, ich würde, gleich nachdem ich mir das hässlichste Bauchtattoo der Welt weglasern lassen würde, einen Roman schreiben. Die Geschichte einer jungen Frau, die es liebt, diesen Schleim auf ein kurz angetoastetes Brot zu schmieren, es mit getrockneten Popeln zu garnieren und einen feuchten Furz drüber zu lassen, um es dann mit einem Partner, der es wirklich ernst mit ihr meint, zu verspeisen.
Ich bin aber nicht Charlotte Roche, und so nehme ich das stinkende Liebespaket ohne Ekel und werfe es in den Papierkorb, wo es fröhlich weiter stinken kann und mich daran erinnert, dass wir Menschen nicht in CK one und Davidoff Cool Water geboren werden. Auch wenn der Einsatz dessen manchmal helfen mag, zum Zeugungsakt beizutragen. Aber das ist ein anderer Roman.
Überhaupt ist in die Mumu spritzen auch eher so ein Liebesding. Wer geil auf einander ist, macht sich richtig schmutzig. Was soll denn das Sperma in der Pussy? Außer zum Babys machen? Wenn schon Öffnung, dann doch eher in den Mund oder in den Popo, wenn’s machbar ist. Ich saue meine Partnerin gerne ein. Und wenn’s in die Haare geht ist das ein bisschen unangenehm, aber beim aufwischen helfe ich richtig mit. Ich sehe schließlich auch besser dran, so von oben.
Aber selbstverständlich bin ich auch mal verliebt, wenn ich mit jemandem schlafe. Ne, eigentlich bin ich immer verliebt, wenn ich mit jemandem schlafe. Manchmal ein bisschen mehr, manchmal ein bisschen weniger und manchmal danach ein bisschen gar nicht mehr. Aber so kann ich meiner Mama getrost auf die leicht besorgte Frage zunicken „Du schläfst doch nur mit Frauen, in die du auch verliebt bist, oder?“ Und wenn ich richtig verliebt bin, mit Beziehung und Kopf in den Schoß legen und Anti-Baby-Pille, dann spritze ich gerne meine Ladung in ihr allerheiligstes Heiligtum und fühle mich ihr wahnsinnig nah. Als würden unsere Seelen verschmelzen und unser ganzes irdisches Sein wäre auf diesen Moment ausgerichtet. So toll ist das. Und danach läuft die ganze Soße heraus. Und dieses Liebes-Gemisch aus unseren Lenden, das in der Lage ist das größte Wunder auf Erden – das Leben – zu schaffen, dieses Gemisch stinkt zum Himmel. Wäre ich Charlotte Roche, ich würde, gleich nachdem ich mir das hässlichste Bauchtattoo der Welt weglasern lassen würde, einen Roman schreiben. Die Geschichte einer jungen Frau, die es liebt, diesen Schleim auf ein kurz angetoastetes Brot zu schmieren, es mit getrockneten Popeln zu garnieren und einen feuchten Furz drüber zu lassen, um es dann mit einem Partner, der es wirklich ernst mit ihr meint, zu verspeisen.
Ich bin aber nicht Charlotte Roche, und so nehme ich das stinkende Liebespaket ohne Ekel und werfe es in den Papierkorb, wo es fröhlich weiter stinken kann und mich daran erinnert, dass wir Menschen nicht in CK one und Davidoff Cool Water geboren werden. Auch wenn der Einsatz dessen manchmal helfen mag, zum Zeugungsakt beizutragen. Aber das ist ein anderer Roman.
Mittwoch, 7. November 2007
Evolution hin, Evolution her
Wow, es gibt nichts Gewaltigeres als das eigene Gehirn und die richtige Musik dazu. Ich sitze da, hole die piekende, verhärtete Rotze aus meiner Nase, höre Roisin Murphy zu und da rattert meine Birne wie von alleine.
Ich weiß nicht, wie die großen Denker der Vergangenheit es geschafft haben große Gedanken zu denken ohne nebenher geile Musik hören zu können. Aber in grauer Vorzeit war das Pfeifen des Windes wahrscheinlich wie Musik. Oder das Rauschen des Flusses. Oder das Knacken der Hühnerknochen.
Heute können wir mit solchen Geräuschen nichts mehr anfangen. Müssen wir auch nicht. Evolution, Baby. Obwohl: ‚I’m from under a rock’ singt die Rosi. Recht hat se, wir sind animals. Das ist mir natürlich bewusst, vor allem wenn ich den sich mehrenden Haarwuchs auf meinem Rücken betrachte.
Egal mit wie viel Technologie man sein Zimmer voll stopft, wie aufrecht man geht oder zeigt, wie toll man mit Messer und Gabel umgehen kann, wir sind was wir sind: nackte Geschöpfe, auf die Erde geworfen, um den Kreislauf des Lebens zu schließen.
Ich weiß nicht, wie die großen Denker der Vergangenheit es geschafft haben große Gedanken zu denken ohne nebenher geile Musik hören zu können. Aber in grauer Vorzeit war das Pfeifen des Windes wahrscheinlich wie Musik. Oder das Rauschen des Flusses. Oder das Knacken der Hühnerknochen.
Heute können wir mit solchen Geräuschen nichts mehr anfangen. Müssen wir auch nicht. Evolution, Baby. Obwohl: ‚I’m from under a rock’ singt die Rosi. Recht hat se, wir sind animals. Das ist mir natürlich bewusst, vor allem wenn ich den sich mehrenden Haarwuchs auf meinem Rücken betrachte.
Egal mit wie viel Technologie man sein Zimmer voll stopft, wie aufrecht man geht oder zeigt, wie toll man mit Messer und Gabel umgehen kann, wir sind was wir sind: nackte Geschöpfe, auf die Erde geworfen, um den Kreislauf des Lebens zu schließen.
Sonntag, 17. Juni 2007
Neulich in meinem Kopf | 2
Was ich letztens gut fand:
Geschichten in Farbe – Ungefähr achthundert Wochen nach dem Kinostart von 300, habe ich den Streifen endlich auch mal gesehen. Grandios. Danach hatte ich wieder so richtig Lust im Comicladen zu stöbern und mich an gezeichnet erzählten Geschichten aufzugeilen. Comiczeichner sind definitiv Rockstars. Das bringt mich zu meinem Lieblingszeichner aus Deutsche Land, dem Mawil aus Berlin. Der bringt nämlich demnächst sein neues Album "Action Sorgenkind" an den Start. Da freue ich mich schon drauf, vor allem weil ich den Spaß am Comiclesen wiederentdeckt habe.
Was ich letztens schlecht fand:
Geschichten in schwarz-weiß – Ungefähr gefühlte zwei Jahre habe ich an Michel Houellebecqs "Plattform" gelesen und mich zwischendurch zu Tode gelangweilt. Ich will nicht verstehen warum dieser Mann zu den literarischen Kapazitäten unserer Zeit gezählt wird. Klar sind seine Thesen gewagt, seine Erkenntnisse nicht die Dümmsten und sein Intellekt bestimmt beachtlich. Aber dieses kleine frustrierte Homunculus ist der Beweis für den verklemmten Buchautor, der in der Welt keine Hoffnung sieht und nicht empfänglich ist für die Gefühle, die es zu fühlen gibt. Und genau das bleibt übrig von seinem Werk. Ich fühle nichts.
Was ich letztens interessant fand:
Geschichten in Gossensprache – Es gibt was Neues im Kino. Große britische Komödie: "Hot Fuzz – zwei abgewichste Profis". Zwei abgewichste Profis, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Vorbei, die Zeiten der stahlharten, durchgeknallten, aufgedrehten Profis. Und abgefuckte Profis sind auch nicht mehr abgefuckt genug. Da muss was Neues her. Abgewichst ist zwar nicht neu, dafür aber krass. Nachdem die Edgar Wallace Verarsche „Der Wixxer“ die Öffentlichkeit schon mal angeblasen hat, konnte man es bei "Hot Fuzz" so richtig krachen lassen. Bin schon mal gespannt was als nächstes kommt, jetzt wo wichsen wieder in ist.
Geschichten in Farbe – Ungefähr achthundert Wochen nach dem Kinostart von 300, habe ich den Streifen endlich auch mal gesehen. Grandios. Danach hatte ich wieder so richtig Lust im Comicladen zu stöbern und mich an gezeichnet erzählten Geschichten aufzugeilen. Comiczeichner sind definitiv Rockstars. Das bringt mich zu meinem Lieblingszeichner aus Deutsche Land, dem Mawil aus Berlin. Der bringt nämlich demnächst sein neues Album "Action Sorgenkind" an den Start. Da freue ich mich schon drauf, vor allem weil ich den Spaß am Comiclesen wiederentdeckt habe.
Was ich letztens schlecht fand:
Geschichten in schwarz-weiß – Ungefähr gefühlte zwei Jahre habe ich an Michel Houellebecqs "Plattform" gelesen und mich zwischendurch zu Tode gelangweilt. Ich will nicht verstehen warum dieser Mann zu den literarischen Kapazitäten unserer Zeit gezählt wird. Klar sind seine Thesen gewagt, seine Erkenntnisse nicht die Dümmsten und sein Intellekt bestimmt beachtlich. Aber dieses kleine frustrierte Homunculus ist der Beweis für den verklemmten Buchautor, der in der Welt keine Hoffnung sieht und nicht empfänglich ist für die Gefühle, die es zu fühlen gibt. Und genau das bleibt übrig von seinem Werk. Ich fühle nichts.
Was ich letztens interessant fand:
Geschichten in Gossensprache – Es gibt was Neues im Kino. Große britische Komödie: "Hot Fuzz – zwei abgewichste Profis". Zwei abgewichste Profis, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Vorbei, die Zeiten der stahlharten, durchgeknallten, aufgedrehten Profis. Und abgefuckte Profis sind auch nicht mehr abgefuckt genug. Da muss was Neues her. Abgewichst ist zwar nicht neu, dafür aber krass. Nachdem die Edgar Wallace Verarsche „Der Wixxer“ die Öffentlichkeit schon mal angeblasen hat, konnte man es bei "Hot Fuzz" so richtig krachen lassen. Bin schon mal gespannt was als nächstes kommt, jetzt wo wichsen wieder in ist.
Montag, 4. Juni 2007
Prestige fürs Leben
Wie ich meine Schulzeit verdamme:
Französische Revolution – 1789 bis 99;
physikalische Stromrichtung – die Bewegungsrichtung der Ladungsträger (Elektronen) vom negativen zum positiven Pol;
Direktmandat – Kandidat, der innerhalb seines Wahlkreises die relative Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigt;
Satz des Pythagoras – a² + b² = c².
Gestern habe ich versucht eine Waschmaschine anzuschließen. Das Problem war nur, die alte hing noch am Wasserhahn. Und der war aufgedreht. Ging auch nicht zu zudrehen. Kaputt! Naja, denk ich mir, müssen wir halt schnell machen. Im Kopf wird die Szenerie schon durchgespielt, wie bei Juwelendieben, die ihren Coup planen. Oder Magier, die einen Zaubertrick vorbereiten. Ich denke an „The Prestige“, den Nolan-Film mit den konkurrierenden Zauberkünstlern um das Credo einer guten Illusion. „Zu Beginn steht das Versprechen, etwas Seltenes und nie Dagewesenes zu sehen. Dann folgt die Wendung, die aus etwas Gewöhnlichem etwas Außergewöhnliches macht. Und schließlich kommt das Prestige, das die verblüffende Auflösung bringt.“
Jeder Handgriff muss und wird sitzen – mein Mitbewohner setzt vorsorglich seine Schwimmbrille auf (das Versprechen). Das Gewinde wird rechtsherum aufgedreht, es wird schon etwas spritzen, dann wird der Schlauch abgezogen und das Wasser wird aus dem Hahn schießen. Der neue Schlauch wird angesetzt und es wird heftig spritzen (die Wendung) und dann, ehe man sich versieht, ist der neue Schlauch mit dem Hahn verschraubt und fertig ist die Laube (the fucking Prestige).
Soweit zum Plan. Eventuelle Fehler im Ablauf sind einkalkuliert: wir haben zwei Eimer parat, Gummihandschuhe an und ordentlich Platz zum Arbeiten geschaffen.
Der Countdown läuft. Das Publikum ist gespannt. Drei, Zwei, Eins und Los!
…was soll ich sagen. Wir waren gut. Die Planung war tiptop. Doch die Gesetze der Haustechnik sollten vor einer solch bescheuerten Aktion besser studiert werden. Wer schon mal versucht hat unter Druck Schläuche am Wasserhahn zu wechseln, wird wissen, das wahre Prestige ist den Hauptwasserhahn im Haus zu finden und erfolgreich zu zudrehen bevor die Einrichtung aus dem Badezimmer geschwemmt wird. Das macht was her. Da klatschen die Mitbewohner. Alles andere ist höchstens gut gemeint.
Einwohner Bundesrepublik Deutschland – etwa 82,4 Millionen;
forget, forgot, forgotten;
Plumbum (Pb) – Blei, Ordnungszahl 82;
Ottawa – Hauptstadt von Kanada.
Französische Revolution – 1789 bis 99;
physikalische Stromrichtung – die Bewegungsrichtung der Ladungsträger (Elektronen) vom negativen zum positiven Pol;
Direktmandat – Kandidat, der innerhalb seines Wahlkreises die relative Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigt;
Satz des Pythagoras – a² + b² = c².
Gestern habe ich versucht eine Waschmaschine anzuschließen. Das Problem war nur, die alte hing noch am Wasserhahn. Und der war aufgedreht. Ging auch nicht zu zudrehen. Kaputt! Naja, denk ich mir, müssen wir halt schnell machen. Im Kopf wird die Szenerie schon durchgespielt, wie bei Juwelendieben, die ihren Coup planen. Oder Magier, die einen Zaubertrick vorbereiten. Ich denke an „The Prestige“, den Nolan-Film mit den konkurrierenden Zauberkünstlern um das Credo einer guten Illusion. „Zu Beginn steht das Versprechen, etwas Seltenes und nie Dagewesenes zu sehen. Dann folgt die Wendung, die aus etwas Gewöhnlichem etwas Außergewöhnliches macht. Und schließlich kommt das Prestige, das die verblüffende Auflösung bringt.“
Jeder Handgriff muss und wird sitzen – mein Mitbewohner setzt vorsorglich seine Schwimmbrille auf (das Versprechen). Das Gewinde wird rechtsherum aufgedreht, es wird schon etwas spritzen, dann wird der Schlauch abgezogen und das Wasser wird aus dem Hahn schießen. Der neue Schlauch wird angesetzt und es wird heftig spritzen (die Wendung) und dann, ehe man sich versieht, ist der neue Schlauch mit dem Hahn verschraubt und fertig ist die Laube (the fucking Prestige).
Soweit zum Plan. Eventuelle Fehler im Ablauf sind einkalkuliert: wir haben zwei Eimer parat, Gummihandschuhe an und ordentlich Platz zum Arbeiten geschaffen.
Der Countdown läuft. Das Publikum ist gespannt. Drei, Zwei, Eins und Los!
…was soll ich sagen. Wir waren gut. Die Planung war tiptop. Doch die Gesetze der Haustechnik sollten vor einer solch bescheuerten Aktion besser studiert werden. Wer schon mal versucht hat unter Druck Schläuche am Wasserhahn zu wechseln, wird wissen, das wahre Prestige ist den Hauptwasserhahn im Haus zu finden und erfolgreich zu zudrehen bevor die Einrichtung aus dem Badezimmer geschwemmt wird. Das macht was her. Da klatschen die Mitbewohner. Alles andere ist höchstens gut gemeint.
Einwohner Bundesrepublik Deutschland – etwa 82,4 Millionen;
forget, forgot, forgotten;
Plumbum (Pb) – Blei, Ordnungszahl 82;
Ottawa – Hauptstadt von Kanada.
Samstag, 19. Mai 2007
The Philosophical Aspects of the Principle of Relativity
Man denkt ja echt den ganzen Tag. Ständig rauschen irgendwelche Gedanken durch den Kopf und man ist seinem Gehirn ausgeliefert. „Wie löse ich dieses verdammte Sudoku ohne komplett durchzudrehen, wie viele Löffel Kaffee kommen noch mal zu welcher Menge Wasser, wie finanziere ich mir mein erstes Cabriolet, was mache ich, wenn ich mit vierzig feststelle, dass ich vieles falsch gemacht habe in meinem bisherigen Leben, was kann man dafür tun um eine lange, glückliche Beziehung zu führen, was meint Wittgenstein genau mit: ’Die Welt ist alles, was der Fall ist’ und wieso ist es besser zu wissen woher man kommt?“Viele Dinge werden unbeantwortet bleiben, viele Dinge sind die Überlegung erst gar nicht wert, viele Dinge erklären sich nach und nach von selbst. Bei all diesen Gedanken ist es schon ganz gut wenn man sich bewusst macht, dass dabei auch eine Menge gequirlte Scheiße herauskommt. Leider fällt es mir oft sehr schwer festzulegen welchen Themen ich mehr Aufmerksamkeit widmen sollte, was den Alltag manchmal erschwert aber fuck: „If one thing matters, everything matters“.
Anstelle eines Fitnessberaters oder besser zusätzlich zu einem Fitnessberater, bräuchte ich auch einen Shitnessberater, der mir hilft den Überblick zu behalten und besser zu fokussieren. Gequirlte Scheiße gehört zum Leben dazu und macht auch mal spaß, solange man sie nicht überbewertet oder zu oft in schwachsinnigen Artikeln abdruckt, als Buch veröffentlicht, Dokumentationen darüber dreht oder im Freundeskreis diskutiert."Zu den auffälligsten Merkmalen unserer Kultur gehört, dass es so viel Bullshit gibt", so Harry G. Frankfurt. Keine Ahnung was genau er damit anprangern will, ist mir eigentlich auch ganz egal, aber diesen Satz kann man so mitnehmen und sich einen schönen Sonntag machen.
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